Grillparty beschert Borussia Neuzugang - Innenverteidiger Johannes Sommer von Greven 09

21.08.2024

Johannes Sommer (r.) hier im Duell mit Preußen-Kicker Darius Ghindovean

 

Über welche Wege sich doch manchmal Probleme lösen lassen...


Das Problem bei Fußball-Westfalenligist Borussia Emsdetten hieß: akuter Innenverteidiger-Engpass. Doch dann tauchte Anfang August bei der großen, traditionellen Grillparty des Vereins Johannes Sommer auf. Der ist ein Kumpel von Borussias Co-Trainer Jan Kortevoß, spielte bis zum Sommer für Bezirksligist SC Greven 09 und wollte seine Karriere jetzt eigentlich beenden. Doch dann kam halt die Grillparty am Teekotten dazwischen. Trainer Roland Westers: „Es hat ihm super bei uns gefallen. Unsere Jungs haben ihn direkt vollgelabert, er soll doch mal zum Training kommen.“


Erst Urlaub, dann Zusage


Denn der 31-Jährige ist Innenverteidiger. Genau auf dieser Position brachen Borussia zuletzt gleich zwei Mann weg. Zuerst verkündete US-Amerikaner Parker Brannon in der Saisonvorbereitung, aus privaten Gründen in der Heimat zu bleiben. Dann kristallisierte sich auch noch heraus, dass es mit Neuzugang Arton Balja doch nicht klappt, er hat beruflich zu viel um die Ohren. Johannes Sommer (hieß früher Mennemeyer) trainierte also mit, leckte Blut, verabschiedete sich danach erst mal in den Urlaub – und sagte nach der Rückkehr nun zu!


Westers weiß bereits länger, dass Sommer was drauf hat. „Wir wollten ihn schon vor fünf, sechs Jahren holen. Damals hat er sich für Landesligist BSV Roxel entschieden.“ Jetzt klappte es doch noch.


Zweikampfhärte, Erfahrung, Mentalität


Vermutlich wird der Neue am kommenden Sonntag auswärts gegen Westfalia Kinderhaus noch nicht spielberechtigt sein. Ohnehin muss der Grevener erst mal in Sachen Fitness aufholen. Dann aber sei Sommer ein echter Gewinn, ist Westers überzeugt: „Körperlich bringt er das Rüstzeug mit, ist aggressiv im Zweikampf, hat Erfahrung und die richtige Mentalität.“


In den ersten beiden Saisonspielen gegen Ostinghausen (4:1) und Bockum-Hövel (2:2) „haben Henni Ohde und Linus Schnieders es gut gemacht“, betont der Coach. Doch hinter den beiden herrschte zu viel Leere auf der Innenverteidiger-Position. Arne Moselage kam gerade erst frisch aus der A-Jugend von Eintracht Rheine zur Borussia, ist zudem auch ein Kandidat für hinten links. Und Felix Hinterding hat immer noch mit seinem doppelten Bänderriss im Knöchel zu kämpfen.


Gut, dass es Borussias Grillparty gibt ...

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