EVZ Christoph Niemeyer
Seit eineinhalb Wochen ist das Frauen-Landesligateam der Borussia in der Vorbereitung, und nun klappt es auch endlich mit dem ersten Testspiel: Am Mittwoch um 19.30 Uhr treten die Borussinnen bei Heidekraut Andervenne an. Zuvor waren die geplanten Tests gegen den Osnabrücker SC und Alverskirchen ausgefallen, da die Gegner aufgrund Personalmangels jeweils absagen mussten.
Zwar hat Borussia-Trainer Birger Röber derzeit auch nur einen knappen Kader im Training, doch mit drei Spielerinnen aus der Reserve wird das Team komplettiert – und spielt.
Anfangs-Euphorie ist weg
Für Röber ist es die dritte Saison als Trainer am Teekotten. „Die Anfangs-Euphorie ist weg. Jetzt gilt es, neue Energiequellen aufzutun“, erläutert der Coach. Denn von einem „Weiter so“ hält Röber nichts. „Wir waren letzte Saison Tabellenzweiter, das wird schon – das ist die falsche Einstellung“, ist er überzeugt.
Borussia-Trainer Birger Röber geht in seine dritte Saison am Teekotten. | Foto: Thomas Strack
Veränderungen müssen also her, damit sein Team weiterhin erfolgreich Fußball spielt. Und so hat Röber seinen Fußballerinnen den „flachen Spielaufbau“ sowie „spielerische Lösungen“ gegen tief stehende Gegner vor dem Vorbereitungsstart ins Pflichtenheft geschrieben. Er möchte eine „andere Herangehensweise“ als in der Vorsaison, hat er doch festgestellt, „dass sich in der Rückrunde der Saison 2023/24 schon viele Mannschaften gegen uns einfach hinten reingestellt haben“.
„Warum haben wir Schalke nicht gewonnen?“
Voraussetzung, um in der Frauen-Landesliga 3 auch in der Spielzeit 2024/25 oben mitzumischen, ist, dass „wir im konditionellen Bereich mehr tun. Da waren wir in der abgelaufenen Saison zu dünn aufgestellt“, betont der Coach. Und fragt: „Warum haben wir bei Meister Schalke 04 nicht gewonnen? Weil wir nicht fit genug waren!“ In der Schlussphase der Partie in Gelsenkirchen hätten sich den Borussinnen genug Umschaltmöglichkeiten geboten, „aber uns fehlte einfach die Power, diese zu nutzen“, moniert der Trainer.
Röber: „Einmal Training pro Woche, das reicht nicht, um in der Landesliga oben mitzuspielen. Zwei intensive Einheiten pro Woche müssen es mindestens sein!“ Das hat er seinen Spielerinnen klar gesagt und ist – laut eigener Aussage – nicht auf Protest oder Ablehnung gestoßen. Wille und Bereitschaft sind bei den Borussia-Frauen also da, nun geht es an die Umsetzung.
Mittwoch, 19.30 Uhr: Heidekraut Andervenne - Borussia-Frauen.

