Borussias B-Mädels melden sich furios zurück

17.06.2024

6:2-Sieg im zweiten Spiel der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga

 

Sechs Tore bejubelten Borussias U17-Fußballerinnen in Habinghorst, präsentierten sich dort deutlich besser als zuvor gegen Wessum. | Foto: Thomas Strack

Das so wichtige Spiel begann direkt mit dem nächsten Nackenschlag. Durch einen direkt verwandelten 19-Meter-Freistoß gerieten Borussia Emsdettens B-Mädels am Sonntag bei Victoria Habinghorst früh 0:1 in Rückstand (6. Minute). Nach der 2:4-Heimpleite am Mittwoch gegen Wessum (die EV berichtete) drohte im zweiten Spiel der Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga die zweite Niederlage. Damit wären alle Chancen schon zunichte gewesen. Doch die Gäste schlugen machtvoll zurück, siegten noch mit 6:2.


„Die Mannschaft hat das 0:1 schnell abgelegt“, freut sich Trainerin Anja Wolters über die beeindruckende Reaktion. Noch vor der Pause drehten Ellen Benker (18.) und Johanna von Oy (38.) den Rückstand in eine 2:1-Führung. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Emsdetten durch ein Eigentor auf 3:1 (47.). „Das Tor gehört eigentlich Anna Biederlack, die damit ihre starke Leistung gekrönt hat“, betont Wolters. Biederlack hatte Borussia gegen Wessum krankheitsbedingt schmerzlich gefehlt, machte jetzt im defensiven Mittelfeld gemeinsam mit Sofie Tecklenborg die Mitte dicht und ging immer wieder mit nach vorne. So wie in der Szene, in der sie das Eigentor erzwang.


Doppelschlag zum 5:1


Nach Maja Teupens (59.) und Ellen Benkers (61.) Doppelschlag zum 5:1 unterlief Borussia ein Abwehrbock, den Habinghorsts Topscorerin Zara Bilgin zum 2:5 nutzte (63.). Ihr zweiter Treffer. Ansonsten hatte Emsdetten hinten alles im Griff und legte vorne durch von Oy noch das 6:2 nach (77.).


Wolters: „Wir hätten zweistellig gewinnen müssen.“ Alleine Ellen Benker lief zig Mal ins Abseits, „weil sie so viel schneller ist als ihre Gegenspielerin“.


Dennoch: Da auch das Torverhältnis noch entscheiden kann, ist dieses 6:2 sehr wertvoll. In ihrem vorletzten Spiel am Mittwoch empfangen die Borussinnen um 19 Uhr Ostbevern. Was erwartet Wolters? „Einen Sieg! Ich will immer gewinnen.“ Sie habe den Gegner einmal beobachtet, sei dabei nicht sonderlich beeindruckt worden. Und da Ostbevern am Sonntag bei der als übermächtig geltenden Borussia aus Dortmund „nur“ 0:3 verlor, der BVB dabei laut Wolters‘ Infos keinen großen Schrecken verbreitete, ist am letzten Spieltag (26.6.) in Dortmund vielleicht auch etwas drin. Wolters: „Wir geben noch lange nicht auf.“

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