Westers: „Darf nicht noch mal passieren“

28.05.2024

Saisonfazit des Borussia-Trainers / Schwächstes Heimteam

 

Immer über dem Strich: Borussia Emsdetten belegte in der Westfalenliga-Saison 2023/24 nie einen Abstiegsrang. | Foto: Bernd Oberheim / Grafik: akg

Geschafft! Borussia Emsdetten bleibt Westfalenligist. Das große Ziel, um dessen Erreichen zwischenzeitlich doch arg gezittert werden musste, wurde am vorletzten Spieltag mit dem 2:1-Sieg in Espelkamp erreicht. Am Ende stehen nach 30 Spielen 31 Punkte zu Buche – nur sechs Siege, dazu 13 (!) Unentschieden und elf Niederlagen.


Unsere Zeitung zog mit Trainer Roland Westers eine kurze Saisonbilanz.


  • Fazit: „Die Rückserie hat mich als Trainer für die Fehler der Hinserie ein Stück weit entschädigt, denn in der Rückserie ist es uns fast durchgehend gelungen, die richtige Einstellung an den Tag zu legen. Im Endeffekt sind wir froh, dass wir es geschafft haben. Platz zwölf gibt auch so ungefähr das Leistungsvermögen der Mannschaft wieder.“
  • Heimschwäche (nur drei Siege auf eigenem Platz): „In der neuen Saison muss es auf eigenem Platz deutlich mehr werden. Es war jahrzehntelang eine Stärke der Borussia, dass wir zu Hause gepunktet haben. Letzter in der Heim-Tabelle – das darf uns nicht noch einmal passieren! Auch wenn die Gegentreffer, die wir in den letzten Sekunden kassiert haben, natürlich dazu beigetragen haben.“

Wer spielt künftig wo? Borussen-Trainer Roland Westers organisiert nach dieser bescheidenen Saison einen enormen Umbruch. | Foto: Bernd Oberheim

  • Elf Abgänge: „Als die Jungs da am Sonntag nach dem Spiel standen, habe ich gedacht: Super, jetzt können wie ja Elf gegen Elf spielen. Denn elf Spieler, die bei uns bleiben, standen ja noch dahinter. Einen Umbruch wollten wir, aber nicht in diesem Ausmaß. Jetzt ist es ein ex-tremer Umbruch, aber ich bin optimistisch, was die neue Saison betrifft.“
  • Weitere Neuzugänge: „Wir brauchen auf jeden Fall noch einen gestandenen Innenverteidiger.“
  • Ziele für die Saison 2024/25: „Wir müssen uns auf jeden Fall fußballerisch verbessern. Zu viele Spieler hatten bei den Basics wie Passspiel oder Ballan- und -mitnahme zu viele Probleme.“

Zahlen und Fakten: Sechs Siege reichen zum Klassenerhalt


Dass sechs Dreier in einer Saison reichen, um den Klassenerhalt zu packen, ist schon eine Rarität. Die Borussen sind in dieser Spielzeit das Westfalenliga-Team mit den wenigsten Siegen. Aber auch die Mannschaft mit den – mit Abstand – meisten Remis. 13 Mal gab es eine Punkteteilung. 13 Mal! Hätten die Emsdettener von diesen 13 Remis-Partien nur fünf gewonnen und acht verloren, hätten sie zwei Zähler mehr auf dem Konto.


Auch im heimischen Walter-Steinkühler-Stadion wurden die Fans von ihren Rot-Weißen nicht gerade verwöhnt. Lediglich drei Heimsiege sprangen bei 15 Spielen heraus. Nur 15 Zähler holte das Team von Trainer Roland Westers zu Hause, das ist die schwächste Bilanz aller 16 Westfalenligisten der Staffel 1.

 

Zum Glück lief es auswärts besser: Zwar holte Borussia Emsdetten auch auf fremden Plätzen nur drei Siege, sammelte aber insgesamt 16 Zähler ein – und damit gar einen mehr als auf eigenem Platz. So steht Rang acht in der Auswärts-Tabelle der Westfalenliga zu Buche – Mittelmaß. Und letztlich wohl entscheidend dafür, dass Borussia Emsdetten in der kompletten Saison 2023/24 nie auf einem Abstiegsrang stand. Am Ende der Hinrunde belegten die Borussen Rang zwölf mit 16 Punkten. In der Rückserie holte das Westers-Team noch einen Zähler weniger (15), belegt aber in diesem Klassement Rang zehn.


In der Abwehr waren die Borussen, die 51 Gegentreffer kassierten, Mittelmaß. Im Angriff haperte es: Nur 42 Treffer in 30 Spielen ist arg mager. Lediglich vier Mannschaften – die drei Absteiger Nordkirchen (30), Haltern (28), Hamm (28) sowie Espelkamp (36) – schossen weniger Tore als die Dettener.


Am Ende, und nur das zählt, belegt das Westers-Team den 12. Rang. Geschafft! Borussia bleibt Westfalenligist.

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