-mho-EMSDETTEN. Verrückte Nachspielzeit bei Borussias Landesliga-Fußballerinnen. Satte elf Minuten obendrauf zeigte der Schiedsrichter im Heimspiel am Pfingstmontag gegen den Tabellendritten VfL Billerbeck an. Die nutzte Emsdetten, um einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg zu drehen. Damit ist ihnen Rang zwei nicht mehr zu nehmen. „Der Fußballgott dachte sich wohl, Borussia hat es sich verdient“, meinte Trainer Birger Röber lachend über den „sehr glücklichen Sieg“.
Warum diese großzügige Extra-Zeit? In der 60. Minute waren Borussin Jule Mussenbrock und eine Billerbeckerin mit den Köpfen zusammengestoßen, mussten lange behandelt werden. Mussenbrock erlitt eine Platzwunde an der Augenbraue, die im Krankenhaus geklebt wurde.
Kurz nach dem Zwischenfall klingelte es im Borussen-Kasten. Keeperin Tanja Guzberg wollte Gegnerin Franziska Diekmann ausspielen, verlor den Ball, Diekmann musste nur noch zur 1:0-Gästeführung einschieben (67.). Danach zeigte Guzberg ihr Können, verhinderte mit einer Parade das 0:2, während auf der anderen Seite Hanna Abelmann das 1:1 verpasste.
Dann kam die fünfte Minute der Nachspielzeit. Kristin Wissing zog eine Ecke an den zweiten Pfosten, wo Kim Wolters mit voller Überzeugung zum Kopfball ging – 1:1. Es folgte die 101. Minute. Aus 18 Metern halbrechter Position zog Lea Rüskamp einfach mal ab (Röber: „Vielleicht konnte sie nicht mehr laufen“), der Ball schlug links im Knick zum 2:1 ein!
In der ersten Halbzeit waren die Borussinnen gut gestartet, eine Trinkpause nach 25 Minuten brachte sie jedoch aus dem Tritt. Nach dem Seitenwechsel waren sie dann wieder da und drehten speziell in der Nachspielzeit noch mal auf.

