„Den Sieg jetzt in Mesum vergolden“

03.05.2024

Borussia-Trainer Westers vor dem Derby:

Christoph Niemeyer

EMSDETTEN. 4:0 über Haltern. Der erste Borussen-Dreier nach über einem halben Jahr und 14 (!) sieglosen Partien. „Ufff!“ Man konnte am Teekotten die Steine von den Herzen der rot-weißen Fans purzeln hören. Jetzt sind es wieder vier Zähler Vorsprung auf die Rotlichtzone der Westfalenliga. Vielleicht sind es heute Abend ja sogar sieben – wenn es den Dettenern gelingt, im Nachbarderby beim SV Mesum (Anstoß: Fr., 19 Uhr, Hassenbrock) nachzulegen. Die EV sprach darüber mit Borussia-Coach Roland Westers.

Nach über einem halben Jahr mal wieder gewonnen – wie war das denn so?

Roland Westers: Schön. Einfach schön. Ob unser Sieg, so wie es Haltern-Trainer Alex Zerche nachher gesagt hat, um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist – sei‘s drum. Unsere Mannschaft hat jedenfalls Vollgas gegeben und sich am Ende belohnt.

 

Jetzt hat Borussia wieder vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone.

Es war ein erster Schritt – mehr nicht. Wir brauchen noch einige Punkte. Es wäre toll, wenn wir diese drei Punkte in Mesum vergolden könnten.

 

SVM-Trainer Cello Lan-genstroer ist im nächsten Jahr bei Borussia, seinem Heimatverein, tätig. Eine besondere Konstellation.

Cello hat vor zwei Wochen schon passend geantwortet, als er in der Pressekonferenz nach unserem Spiel gefragt wurde: Du willst doch auch, dass Borussia drin bleibt? Da hat er gesagt: „Du nicht? Aber dieses eine Spiel will ich trotzdem gewinnen.“

 

Wie sieht es personell aus?

Ich habe den gleichen Kader wie beim 4:0 über Haltern zur Verfügung. Cello hat beim SVM Spieler für die abstiegsbedrohte Reserve abgegeben. Die dürfen heute wieder in der Ersten spielen, aber dann am Sonntag nicht in der SVM-Zweiten. Man muss abwarten, wie er sich entscheidet.

 

 

Besonderes Spiel für „Cello“

 

-dm- MESUM/EMSDETTEN. Seit 2016 trainiert der Dettener Marcel „Cello“ Langenstroer den SV Mesum mit Ausnahme eines Jahres (Saison 2020/21). Ganz besonders genoss er in dieser Zeit die Vergleiche mit seinem Heimatverein Borussia Emsdetten. Heute steht der 42-Jährige letztmals in seiner Funktion als SVM-Trainer an der Linie, wenn der Westfalenliga-Neunte den nur 6,3 km weiter südlich beheimateten Nachbarn im Hassenbrock erwartet. „Mit Pokalspielen müssten das so an die 15 Begegnungen gewesen sein“, schätzt Langenstroer die Zahl der Duelle beider Vereine in seiner SVM-Zeit. Am Saisonende geht es für ihn bekanntlich zurück an den Teekotten, wo er künftig Sportleiter HD Jürgens unterstützt. Daher besitzt das Match heute einen besonderen Reiz. Durch einen Sieg könnte Mesum die Abstiegsnot der Borussen vergrößern. „Natürlich wäre mir lieber, dass Detten in einer anderen Situation wäre. Aber wir können ja nichts dafür, dass die Borussia noch nicht die Punkte geholt hat, die sie braucht“, will sich Langenstroer mit einem Derbysieg aus Mesum verabschieden.

 

roland-wetsers