Borussia II zwischen Unvermögen und Pech

08.04.2024

Fußball-A-Liga: Wildes 3:3 bei Schlusslicht Altenrheine II 

Sonntag, 7. April 2024 - 16:39 Uhr

von Marius Holthaus

Altenrheine II und Borussias Reserve lieferten sich in der Schlussphase einen unfassbaren Schlagabtausch. 

Nach dem Abpfiff war BorussiaII-Trainer Klaus Frank mächtig bedient. Zuvor hatte er „vogelwilde“ 90 Minuten gesehen, die mit einem enttäuschenden 3:3 beim A-Liga-Letzten SC Altenrheine II endeten. Wieder wurde es nichts mit einem Befreiungsschlag im Abstiegskampf. 

 

„Das war viel zu wenig“, haderte Frank. „Ich habe das Gefühl, es hat keiner verstanden, in welcher Situation wir uns befinden.“ Hinzu kommt, dass die Borussen-Reserve derzeit das Pech an den Hacken hat. In der 22. Minute prallte Tom Schöllings Schuss von der Unterkante der Latte zurück ins Feld, ebenso der Nachschuss von Jannic Grotke. Irre! 

 

Stattdessen köpfte auf der anderen Seite Yannik Langner den Gastgeber nach einem Freistoß in Führung (33.). Für Frank aus klarer Abseitsposition, „aber kein Vorwurf an den Schiedsrichter, sondern eher an meine Jungs, dass sie das nicht richtig verteidigen“. 

 

Zwei Elfer drehen das Spiel

 

Auch im zweiten Durchgang riss die Borussen-Reserve, die diesmal wegen der Personalnot der 1. Mannschaft kein Personal von oben bekam, keine Bäume aus. Dennoch lief das Spiel jetzt fast nur noch Richtung Altenrheiner Tor. Nach Foul an Schölling (78.) und einem Handspiel (80.) gab es zweimal Elfer für Borussia, beide verwandelte Tobias Böckmann. Spiel gedreht. Frank: „Wäre es dabei geblieben, hätten ich mich trotzdem gefragt, wie wir so ein Spiel gewinnen können.“ 

 

Es kam ohnehin anders. Nach einem Freistoß waren zwei Altenrheiner am langen Pfosten frei, Thomas Fliesgen markierte den Ausgleich (84.). Zwei Minuten später wollte Borussen-Keeper Jan Lührmann den Ball wegschlagen, der kullerte in dem Moment jedoch in ein Loch, wodurch Lührmanns Schuss nur ein paar Meter weit kam. Lorenzo Darmiento war zur Stelle – 3:2. In der 3. Minute der Nachspielzeit rettete Arne Beckschulte das 3:3 – und kurz darauf scheiterte Schölling tatsächlich noch mal am Altenrheiner Pfosten. Ende.

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