„Wir müssen 90 Minuten richtig leiden“

21.03.2024

Fußball: Borussen-Frauen im Pokal-Halbfinale gegen Hauenhorst 

Mittwoch, 20. März 2024 - 16:00 Uhr

von Marius Holthaus

Foto: Bernd Oberheim

Nina Post (li.) und Borussia wollen im Kreispokal-Halbfinale gegen den eine Klasse höher spielenden Westfalenligisten Germania Hauenhorst die Überraschung schaffen. Fehlen werden Eva Lukasiewicz und Hanna Abelmann (beide Urlaub) sowie Ann-Christine Klose (Beruf). 

Giganten-Aufgabe für Frauen-Landesligist Borussia Emsdetten. Im Kreispokal-Halbfinale geht es am Donnerstag ab 19 Uhr zu Hause gegen Germania Hauenhorst. „Ihre individuelle Qualität ist unfassbar hoch“, weiß Borussen-Coach Birger Röber. „Aber wenn wir 90 starke Minuten zeigen, bin ich der festen Überzeugung, dass wir eine Chance haben. 45 starke Minuten, so wie letztes Jahr, reichen nicht.“ Damals unterlag Borussia der eine Klasse höher spielenden Germania im Finale nach guter erster Halbzeit noch deutlich mit 0:4 (0:1). 

 

Für Röber überraschend schwebt Hauenhorst in der Westfalenliga in Abstiegsgefahr, hat nur ein dünnes Vier-Punkte-Polster. „Ich sehe die eigentlich unter den ersten Drei.“ Allein über das Sturm-Duo Lina Jäger/Nicole Schampera sagt er: „Die beiden komplett auszuschalten, ist ein Ding der Unmöglichkeit.“ Jäger, die er einst bei Arminia Ibbenbüren trainierte, sei „ein Monster vor dem Tor“, Schampera mit Ball am Fuß so schnell, „dass man den Eindruck hat, die Gegner wären Fahnenstangen“. Allerdings feierte Schampera gerade erst nach halbjähriger Verletzungspause ihr Comeback, wurde am Sonntag bei der 1:7-Auswärtsklatsche gegen BV Werther eingewechselt. Diese deftige Hauenhorster Pleite gegen einen direkten Keller-Konkurrenten „ist für uns nicht förderlich. Sie werden gegen uns eine Reaktion zeigen“, ahnt Röber. „Aber wir dürfen uns nur auf uns konzentrieren. Darauf, was uns stark macht. Wir müssen schnell spielen, mutige Entscheidungen treffen und kompakt gegen den Ball arbeiten.“ 

 

Flucht oder hin zum Punkt?

 

Sollte es nach 90 Minuten Unentschieden stehen, ginge es sofort ins Elfmeterschießen. Röber weiß, dass das nicht jedermanns Sache ist. „Manche Spielerinnen suchen direkt den Fluchtweg. Wer sich gut fühlt, soll an den Punkt gehen.“ 

 

Im Finale am 30. Mai würde Borussia entweder auf Landesliga-Konkurrent Langenhorst-Welbergen oder Bezirksligist SG Horstmar/Leer treffen. Doch auch Hauenhorst will ins Endspiel. Trainer Horst Hillebrand, der in dieser Saison mit reichlich Personalsorgen zu kämpfen hatte, sagt vor der Aufgabe in Emsdetten: „Oberste Priorität hat aber der Abstiegskampf in der Liga und dass alle wohlbehalten aus dem Spiel herauskommen.“ 

 

Auf Röber machte seine Truppe in dieser Woche beim Training einen sehr guten Eindruck. Das gelte es jetzt gegen den Favoriten auf den Platz zu bringen: „Wir müssen bereit sein, alles zu geben, müssen 90 Minuten richtig leiden.“ 

 

Donnerstag, 19 Uhr, Walter-Steinkühler-Stadion: Borussia-Frauen - Germania Hauenhorst

 

Der Weg ins Kreispokal-Finale

 

1. Runde

 

  • SC Reckenfeld - E. Rodde 7:0
  • SG Steinfurt - M. Metelen 5:1
  • FSV Ochtrup - GWA Rheine 3:1
  • St. Arnold - SF Gellendorf 2:0

(Freilos: Germania Hauenhorst, Borussia Emsdetten, SV Langenhorst-Welbergen, SG Horstmar/Leer) 

 

2. Runde

 

  • SG Steinfurt - G. Hauenhorst 0:7
  • SC Reckenfeld - L.-Welbergen 0:11
  • FSV Ochtrup - Horstmar/Leer 1:4
  • St. Arnold - Bor. Emsdetten 0:7

 

Halbfinale

 

  • B. Emsdetten - G. Hauenhorst
  • Horstmar/Leer - L.-Welbergen

 

Finale am 30. Mai um 19 Uhr

Der Kreispokal-Sieger qualifiziert sich für den Westfalenpokal.

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