Nur zwei Remis aus den letzten beiden Heimspielen
Foto: Oberheim
Bedient nach den beiden Heim-Remis gegen Nottuln und Hamm: Borussias Trainer Roland Westers.
Chance vertan, Borussia. Nur zwei statt der erhofften sechs Punkte holte der Fußball-Westfalenligist aus dem Heimspiel-Doppelpack gegen GW Nottuln (2:2) und die Hammer Spielvereinigung (1:1). Damit verpasste es die Mannschaft von Trainer Roland Westers, sich deutlich von der Abstiegszone abzusetzen. Nur vier Punkte sind es aktuell, die die Rot-Weißen vom FC Nordkirchen, der auf dem ersten Abstiegsplatz liegt, trennen. Acht hätten es sein können...
Dabei waren Borussia-Dreier in beiden Partien möglich. Gegen Nottuln warf das Team in der Schlussphase nach der Ampelkarte gegen Vincent Schulte eine 2:0-Führung noch weg. Auch gegen Hamm hätte es in der letzten Minute noch mit dem Siegtreffer klappen können, als Tom Holöchter allein auf den HSV-Keeper zulief, doch statt selbst abzuschließen, den Querpass ins Nichts wählte. Chance vertan, zwei Punkte futsch. „Dabei predige ich vor dem Spiel in der Kabine noch: Seid mutig!“, verzweifelte Coach Westers. „Warum erzähle ich das?“, fragte er sich. Und kam zu dem Schluss: „Die Mannschaft ist verunsichert.“
Ohne Deradjat, Schulte und Dirks
Das war nicht zu übersehen. Vor allem in der 1. Hälfte unterliefen selbst Leistungsträgern wie Kapitän Hendrik Ohde oder Innenverteidiger „Mo“ Uphoff ungewohnte Fehlpässe im Spielaufbau. Auch der gegen Nottuln noch so starke Neuzugang Attila Szabo, der sich am Sonntag gegen Hamm als Spielmacher aus der Defensive mühte, passte zu oft den Ball in den Fuß des Gegners – und musste zur Pause in der Kabine bleiben. Es hätte auch andere treffen können...
Fakt ist, dass ohne den erkrankten Kai Deradjat, den gelb-rot-gesperrten Vincent Schulte sowie Julian Dirks, der seine fünfte „Gelbe“ abbrummte, den Borussen viel spielerisches Potenzial fehlte.
Da zudem Stürmer Daniel Mladenovic weiterhin schwach in der Spitze agierte, kaum mal einen Zweikampf gewann und in der 60. Minute folgerichtig ausgewechselt wurde, lief bei den Borussen in der Offensive nicht viel zusammen. „Den Sieg hatten wir mit dieser Leistung auch nicht verdient“, gab Coach Westers zu. „Aber immerhin haben wir uns einen Punkt weiter von den Abstiegsplätzen abgesetzt.“
Nachholspiel auf dem Holper-Platz
Jetzt gilt dem Nachholspiel am Donnerstagabend gegen den Tabellendritten TuS Hiltrup die „volle Konzentration“. Die Partie wird um 19.30 Uhr unter Flutlicht auf dem alten Teekottenplatz ausgetragen. Der ist arg holprig, was für die Gastgeber sicher kein Nachteil ist. Doch müssen sich die Dettener deutlich steigern, wenn sie gegen Hiltrup auch nur einen Zähler am Ort halten wollen.
Schulte und Dirks stehen nach ihren Sperren wieder zur Verfügung, auch Deradjat könnte wieder fit sein. Marius Klöpper wird aller Voraussicht nach aufgrund seiner Schulterverletzung ausfallen. Für ihn steht mit Neuzugang Parker Brannon ein Ersatzmann für die Position rechts in der Viererkette parat.

