Fußball: Torwart erklärt im Interview sein langes Zögern
Foto: Bernd Oberheim
Beim 2:2 am Sonntag gegen GW Nottuln musste Borussen-Keeper Luca Dömer zweimal spät hinter sich greifen (87., 89.).
Auf dieses Ja-Wort musste Borussia Emsdetten lange warten. Jetzt kann der Westfalenligist aufatmen: Torwart Luca Dömer hat bis 2025 zugesagt. Im Interview nennt der Grevener seine Gründe.
Luca, du bist absoluter Leistungsträger, dürftest viele Anfragen anderer Vereine gehabt haben.
Luca Dömer (26): Es gab mehrere Anfragen. Ich habe aber gleich gesagt, dass ich entweder bei Borussia bleibe oder nur zu einem höherklassigen Verein wechseln würde.
Und gab es Interesse höherklassiger Vereine?
Dömer: Ja.
Trotzdem bleibst du bei Borussia.
Dömer: Es gefällt mir im Verein sehr gut, die Mannschaft ist mega. Roland (Trainer Westers; d. Red.) und die anderen haben sich sehr um mich bemüht. Allerdings verändert sich im Kader gerade viel, das war der Grund, warum ich lange überlegt habe. Jetzt merkt man aber, dass es in die richtige Richtung geht. Ich möchte in der nächsten Saison auf keinen Fall wieder gegen den Abstieg spielen, sondern mal mit weniger Puls auf den Platz gehen.
Noch seid ihr in der Tabelle nicht sicher. Gilt deine Zusage auch im Falle des Abstiegs?
Dömer: Ja. Aber ehrlich gesagt mache ich mir da keine großen Sorgen. Ich sehe uns stärker als die Mannschaften unter und auch als einige über uns. Alleine unsere ersten beiden Spiele nach der Winterpause hätten wir gewinnen müssen. Beim 2:2 am Sonntag gegen Nottuln haben wir es unnötig aus der Hand gegeben. Und eine Woche vorher beim 3:3 in Bockum-Hövel haben wir uns blöde Gegentore gefangen, woran ich ja nicht ganz unschuldig war.
Was war an dem Tag mit dir los?
Dömer: Das hat man manchmal. Gefühlt habe ich pro Saison ein derartig schlechtes Spiel. Vergangenes Jahr war es bei der 0:4-Heimniederlage gegen Kinderhaus. Für diese Saison dürfte es das mit dem Spiel in Bockum-Hövel also gewesen sein.

