Mladenovic und Hagemann gehen

06.03.2024

Der Kader-Umbruch beim Westfalenligisten Borussia Emsdetten schreitet weiter voran 

Dienstag, 5. März 2024 - 17:00 Uhr

von Christoph Niemeyer

Foto: Strack

Daniel Mladenovic (links) kam vor der Saison 2023/24 zu den Borussen und ist mit acht Treffern auch bisher bester Torschütze des Westfalenligisten. Dennoch wird er die Dettener am Saisonende verlassen. 

Der Umbruch beim Fußball-Westfalenligisten Borussia Emsdetten schreitet weiter voran. Bereits acht neue Kicker für die kommende Saison haben die Rot-Weißen verpflichtet. „Und wir sind noch nicht fertig“, betont Trainer Roland Westers, der gemeinsam mit Hans-Dieter Jürgens als Sportleiter und Marcel Langenstroer den Personalwechsel vorantreibt. „Wir müssen noch was tun!“ 

 

Denn klar ist: Weitere Fußballer werden den aktuellen Tabellenelften der Westfalenliga 1 verlassen. So wird Stürmer Daniel Mladenovic „am Ende der Spielzeit gehen“, wie Westers gegenüber der EV bestätigt. Die Borussia-Verantwortlichen hatten sich schon im Vorfeld mit dieser Position befasst. So haben sie bereits mit Silas Burke vom Westfalenliga-Konkurrenten SC Peckeloh und 13-Tore-Stürmer Noah Afiemo von Bezirksliga-Tabellenführer SV Burgsteinfurt zwei Angreifer verpflichtet, die auf der Mladenovic-Position zum Einsatz kommen könnten. 

 

„Wir sind sehr zufrieden“

 

Mit Kevin Hagemann wird die Rot-Weißen ein weiterer Spieler am Saisonende verlassen, wie der Borussia-Coach bestätigt. Bei Hagemann hat der Wechsel berufliche Gründe. Hagemann kam zur Saison 2022/23 vom damaligen Bezirksligisten Ibbenbürener SV zu den Borussen und ist sehr vielseitig einsetzbar, agierte er doch schon als Innenverteidiger, als Sechser, aber auch als zentrale Sturmspitze. 

 

 

Foto: Strack

er vielseitig einsetzbare Kevin Hagemann (rechts) verlässt die Borussia nach zwei Spielzeiten am Saisonende aus beruflichen Gründen. 

 

 

Von den beiden Winterneuzugängen der Borussen durfte am Sonntag beim unglücklichen 2:2 gegen GW Nottuln Attila Szabo von Beginn an im zentralen, defensiven Mittelfeld ran und bot eine überzeugende Leistung. „Wir sind bisher sehr zufrieden mit dem, was er abliefert“, lobt auch Trainer Westers den technisch guten wie schnellen Ex-Mesumer. Klasse, wie er beim Konter, der zum 2:0 führte, sich durchsetzte und Vincent Schulte den Ball maßgerecht auflegte. Der zweite Neuzugang, Parker Brannon, musste diesmal lange auf der Bank Platz nehmen, kam erst in der Schlussphase nach der Ampelkarte für Schulte (86.). „Parker hat eine tolle Dynamik, braucht aber noch Spielpraxis“, so Westers, der zu Beginn der Partie gegen Nottuln auf die Mannschaft setzte, „die es beim 3:3 in der Woche zuvor in Bockum-Hövel in der letzen halben Stunden gut gemacht und daher diese Chance verdient hat“. Mladenovic, Brannon und der verletzte Max Rengers waren daher außen vor, dafür standen Dirks, Laumann und Schulte diesmal in der Startformation. 

 

Matchplan

 

Der Matchplan der Borussia ging dann auch bis zur 86. Minute auf. Dann flog Schulte mit Gelb-Rot vom Platz und wurde in der Folge aus der 2:0-Führung der Gastgeber noch ein 2:2. „Trotz Unterzahl muss man nicht in vier Minuten zwei Gegentore kassieren“, ärgern Trainer Westers die zwei Punkte, die sein Team so am Ende gegen Nottuln noch liegen ließ. 

 

Denn eigentlich sah der Plan der Rot-Weißen vor, sich durch den Heimspiel-Dreier mit den Partien gegen Nottuln, Hamm und dem Nachholspiel gegen den TuS Hiltrup ein Polster zu den Abstiegsrängen zu erarbeiten. „Hätten wir am Sonntag gewonnen, hätten wir jetzt schon fünf Punkte Abstand auf Rang 16“, macht Westers klar. „Hätte, hätte...“

kevin-hagemann