EMSDETTEN. Großes Wiedersehen für Roland Westers. Am Sonntag empfängt er mit Westfalenligist Borussia Emsdetten die Grün-Weißen aus Nottuln. Dort war Westers bis Mitte 2023 Trainer, ehe er zu seinem Heimatverein zurückkehrte. Ein besonderes Spiel für ihn? „Och, es ist ja nicht das erste Mal, dass ich wieder auf Nottuln treffe. Wir hatten ja schon das Hinspiel.“
An die 0:2-Pleite erinnern sich die Borussen jedoch ungern. Westers: „Wir hatten zehn Ausfälle, waren völlig chancenlos.“ Jetzt bei der Revanche hat Emsdetten gegen den Tabellen-Achten ganz andere Karten in der Hand. Abgesehen von Max Rengers (gelbgesperrt) und womöglich Konstantin Baans (krank) ist der Kader voll.
Auch dank der Winterneuzugänge Brannon und Szabo kann Westers sagen: „Wir werden sicher besser sein als im Hinspiel.“ In ihrem ersten Pflichtspiel für Borussia am vergangenen Sonntag in Bockum-Hövel taten sich die beiden Neuen allerdings erst mal schwer. Westers über...
... den zur Pause ausgewechselten US-Amerikaner Parker Brannon : „Er hatte ein, zwei Stellungsfehler, hat aber trotzdem gezeigt, dass er dauerhaft eine Verstärkung sein wird, allein mit seiner Dynamik und Körperlichkeit. Man darf auch nicht vergessen, dass es sein erstes Senioren-Jahr ist und sein erstes Meisterschaftsspiel überhaupt in Deutschland war.“
... Attila Szabo : „Er hatte in der ersten Halbzeit etwas zu viel Schatten und in der zweiten sehr viel Licht.“
Nach 1:3-Rückstand holte Borussia noch ein 3:3 – dank des eingewechselten Vincent Schulte. Hat sich der Doppelpacker damit gegen Nottuln einen Startplatz verdient? „Wird er am Sonntag erfahren“, antwortet Westers.
Was in Bockum-Hövel auffiel: In der Schlussphase marschierte nur noch Borussia, der Gegner taumelte. Westers über die Kondition seines Teams: „Ich denke, wir haben eine gute Fitness, sind aber nicht die Monster, die alles niederrennen. Bockum-Hövel war für mich auch kein Maßstab, die scheinen in dem Bereich Probleme zu haben.“
Borussias Problem: In den letzten drei Punktspielen kassierten sie immer drei Gegentore (0:3 in Peckeloh, jeweils 3:3 in Nieheim und Bockum-Hövel). Das Nieheim-Spiel will Westers dabei ausklammern, spricht aufgrund des miesen Platzes dort von „Lotterie“ und „Wettbewerbsverzerrung“. Die Partie in Bockum-Hövel aber habe in der Verteidigung einige Mängel offenbart, die es abzustellen gelte. Wobei Westers aber auch weiß: So einen miesen Tag wird Luca Dömer („Ein Torwart mit ganz viel Klasse“) nicht erneut erleben.

