Fußball: Spätes 1:2 im Nachholspiel gegen Gellendorf
Foto: Bernd Oberheim
Schiri, wo bleibt der Elfer-Pfiff? Nach Tackling des Gellendorfer Verteidigers fordert Borusse Paul Quibeldey Strafstoß - vergebens.
Enttäuschender Start ins neue Jahr für A-Ligist Borussia EmsdettenII. Mit 1:2 (1:1) ging am Sonntag auf heimischem Platz das Nachholspiel gegen SF Gellendorf verloren. Aus dem erhofften Zeichen im Abstiegskampf wurde somit nichts.
Abgesehen vom Ergebnis war Trainer Klaus Frank durchaus zufrieden. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Ich sehe, dass da was zusammenwächst.“
Seine Mannschaft legte mutig los und ging durch ein Traumtor in Führung: Jordi Albers sah, dass Gäste-Keeper Timo Wewers zu weit vorm Kasten stand und hielt aus 35 Metern drauf. Der Ball schlug überm Torwart und unter der Latte zum 1:0 ein (22.).
Tom Schölling trifft falsche Entscheidung
Mehrere weitere Chancen ließen die Borussen vor der Pause jedoch liegen. Tom Schölling etwa versuchte Wewers zu umkurven, anstatt direkt abzuschließen, und wurde abgedrängt.
Stattdessen glich auf der anderen Seite Nils Holthaus für Gellendorf aus abseitsverdächtiger Position aus (37.). „Das war ihr erster Schuss aufs Tor“, haderte Frank. Schlussmann Niclas Kock, neben Karl Hoffmann und Paul Quibeldey eine von drei Leihgaben aus der Ersten, hatte bis dahin quasi nichts zu tun. Ebenfalls ärgerlich: Noch vor dem 1:1 hätte Frank nach Tackling gegen Quibeldey gerne einen Elfer-Pfiff gehört, doch die Pfeife blieb stumm.
Nach dem Seitenwechsel verloren die Hausherren ein wenig ihre Ordnung – und liefen in der 80. Minute nach einem Ballverlust in einen Konter, den Kevin Vollrath zum 2:1-Siegtreffer für den Tabellen-Fünften abschloss. Sehr zum Unmut von Klaus Frank, dessen Mannen in der Phase zu viel riskierten und hinten offen waren: „Du musst auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein.“ Gellendorf sei zwar keine der Mannschaften, gegen die Borussia punkten muss, den Zähler hätte der Tabellen-Zwölfte aber gut gebrauchen können.

