Borussinnen haben Bock auf Hallenfußball

23.01.2024

HKM-Triple / Siegprämie beim Vereins-Karneval investieren?

Heute, 23. Januar 2024 - 07:00 Uhr

von Christoph Niemeyer

Foto: Thomas Strack

Zum dritten Mal in Folge jubelten die Landesliga-Fußballerinnen bei der Hallenkreismeisterschaft – und Maskottchen SpongeBop Schwammkopf (vorne) ist immer dabei.

Birger Röber ist ein Fußballtrainer, der „das Loben ja eigentlich nicht so mag“, wie er selbst sagt. Aber: Manchmal geht es einfach nicht anders. Erst recht, wenn die eigene Mannschaft, die Landesliga-Fußballerinenn der Borussia, am Abend zuvor zum dritten Mal in Folge Hallenkreismeister geworden sind (die EV berichtete).

 

„Wir waren die mit Abstand beste Mannschaft des Turniers“, setzt Röber zur Eloge an. Alle sieben Hallenpartien gewann sein Team. „22:0 Tore – da kann keiner widersprechen, dass wir der verdiente Hallenkreismeister sind“, merkt er an. „Das war eine beeindruckende Vorstellung. Die Mädels haben einfach Bock auf Hallenfußball“, freut sich Röber, selbst ein großer Befürworter des schnellen Ballspiels auf dem Hallenparkett.

 

 

 

Und dann lässt der Erfolgs-Coach die HKM-Spiele in Gedanken noch mal Revue passieren. „Im ersten Spiel haben wir noch fünf Minuten gebraucht, bis wir drin waren, dann haben wir die Tore toll herausgespielt. Das zweite Spiel haben wir durch eine Einzelaktion gewonnen. Aber danach waren wir nicht mehr aufzuhalten“, schwärmt er. Fünf Spiele, 15 Punkte, 17:0 Tore – so lautete die herausragende Borussinnen-Bilanz nach der Vorrunde.

 

Im Halbfinale gab es wieder einmal das Duell mit dem großen Titelfavoriten und Westfalenligisten SV Germania Hauenhorst. Röber: „Eine technisch richtig gute Mannschaft, die hohes Tempo geht. Aber wir sind das Tempo mitgegangen und haben die Partie durch zwei blitzsaubere Konter für uns entschieden.“ Zweimal schlug Kim Lea Wolters für die Borussia zu. „Kim liebt einfach den Hallenfußball“, weiß Röber. Und so ließen sich die Dettenerinnen auch von Landesliga-Konkurrent SpVgg Langenhorst-Welbergen im Finale nicht stoppen. „Wir haben das Tempo hochgehalten und die Tore wieder toll herausgespielt“, schwelgt Röber. Jenni Watson zweimal und Ina Teltenkötter trafen zum 3:0-Erfolg und machten das Triple – zum dritten Mal in Folge Hallenkreismeister – der Borussia perfekt.

 

 


Danach wurde reichlich gejubelt. Immer mit dabei: Team-Maskottchen SpongeBob Schwammkopf. „Den Schwammkopf vergessen die Mädels nie“, lacht Röber. „Da lassen sie schon eher mal die Bälle liegen.“

 

Der Hallen-Triumph wurde zudem noch mit 350 Euro Siegprämie versüßt, und Kim Wolters bekam als beste Torschützin auch noch ein Preisgeld. Was passiert mit dem satten Sümmchen? Röber: „Ich weiß es nicht genau. Aber ich vermute, dass die Mädels das Geld beim Borussen-Karneval am Samstag, 3. Februar, durchaus benötigen“, schmunzelt er. Auch wenn der erneute Hallentitel natürlich toll ist, so muss der Borussen-Coach dennoch die Kröte schlucken, dass sein Team nun am Samstag, 2. Februar, in Greven bei der Hallen-Westfalenmeisterschaft ran muss, was für die Winter-Vorbereitung auf die restliche Landesliga-Saison der Borussinnen nicht optimal ist. Aber: „Da nehmen wir natürlich teil“, so Röber. „Dann spielen wir am Samstag erst in Greven in der Halle, am Abend ist Borussia-Karneval und am Sonntag, 4. Februar, steht dann noch ein Testspiel bei Arminia Ibbenbüren an. Da haben die Mädels am Wochenende wenigstens keine Langeweile.“

zum-dritten-mal-in-folge-jubelten-die-landesliga-904107