Fußball: Borussias Vorsitzender Helmer zieht Turnier-Fazit
Besonders viel Lob für ihre Turnier-Auftritte erntete Borussias Reserve (A-Liga). Im Halbfinale (Foto) jedoch scheiterten die Rot-Weißen am Überraschungsfinalisten Emsdetten 05II (B-Liga), und auch das Spiel um Platz 3 gegen das Bezirksliga-Team von 05 ging verloren.
Zurückgekommen, um zu bleiben: Das wieder wachgeküsste Hallenturnier von Borussia Emsdetten soll Ende 2024 erneut ausgetragen werden. „Es wäre eine Überraschung, wenn wir es nicht machen würden“, sagt der Vorsitzende Henrik Helmer.
Seit Fazit nach der 33. Auflage, die am Samstag in der Euregiohalle erstmals als „TWE-Cup“ über die Bühne ging: „Rundum positiv.“ Auch von den Vorstandskollegen der beiden anderen Emsdettener Vereine 05 und Fortuna und von den Spielern habe es Beifall für das neue Turnier-Format gegeben. „Das ist gut fürs Gemüt, weil es ja doch viel Arbeit und Schlepperei ist“, berichtet Helmer. Alleine der Auf- und Abbau der Bande, die Versorgung von Cafeteria und Wurststand – „dank großer Hilfe aus dem Verein hat das alles gut funktioniert“, lobt der Vorsitzende. „Und auch die Halle war sehr gut besucht.“
Wie viel Geld die 450 Zuschauer ist die Kasse gespült haben, weiß Helmer noch nicht (und würde es wohl auch nicht verraten). „Aber auch das wird gut verlaufen sein“, ist er überzeugt.
Vorschlag von 05-Keeper Janis Over
Diese wichtige Einnahmequelle hatte es zuletzt 2019, in den Vor-Corona-Jahren, gegeben. Damals wurde das Turnier noch mit auswärtigen Vereinen durchgeführt, jetzt ist es zur rein Emsdettener Angelegenheit geworden. Trainer und Spieler lobten auf EV-Anfrage die durchgängige Derby-Würze und die familiäre Atmosphäre, freuten sich über volle Besucherränge. 05-Keeper Janis Over (zum besten Torwart des Turniers gewählt) hätte nur einen Wunsch: „Vier Mannschaften pro Vorrunden-Gruppe fänd ich besser als drei. Vielleicht kann man noch Traditionsteams oder die A-Jugend dazunehmen.“ Ein Gedanke, mit dem sich auch Helmer schon beschäftigt hat. „Gerade die Traditionsmannschaften sind bei solchen Turnieren ja immer gerne gesehen.“ Sollten nächstes Mal tatsächlich alle drei Vereine neben Erst- und Zweitvertretung jeweils noch eine Oldie-Truppe ins Rennen schicken, wären es allerdings insgesamt neun Teams. Dann müsste man womöglich zwei unterschiedlich große Gruppen – eine vier-, die andere fünfköpfig – bilden.
Und: Könnte man nicht das Spiel um Platz 3 besser weglassen und durch ein Neunmeter-Schießen ersetzen? Helmer: „Wir haben es auch diesmal schon beiden Mannschaften freigestellt, ob sie sofort ins Neunmeter-Schießen gehen wollen.“ Allerdings wollte Borussias Reserve es lieber ausspielen. Helmer schmunzelnd: „Wenn die Spielzeit nur 9:50 statt 10 Minuten betragen würde, hätten sie damit ja auch Erfolg gehabt.“ Doch Gegner Emsdetten 05 glich in den Schlusssekunden noch aus. Damit kam es schließlich doch zum Neunmeter-Schießen, das die Borussen-Reserve wie schon im Halbfinale (gegen 05II) verlor. Trotz Platz 4 erntete das A-Liga-Team des Gastgebers reichlich Lob, so auch vom Vorsitzenden: „In meinen Augen haben sie von allen den cleversten Fußball gezeigt.“
Demnächst wollen Borussias Macher ihr Turnier bei einer Manöverkritik Revue passieren lassen und über mögliche Änderungen beraten. Klar ist: Wie schon vor Corona soll es eine eintägige Veranstaltung bleiben, vermutlich am Freitag oder Samstag. Und es soll auch künftig kurz und knackig ablaufen. So wie am Samstag, als Borussias Westfalenliga-Mannschaft nach insgesamt gerade mal viereinhalb Stunden als Sieger feststand

