Christoph Niemeyer
EMSDETTEN. Das letzte Spiel des Jahres wird für Borussia Emsdetten I kein leichtes. Gut, das gilt für fast alle der bisher 15 Partien in dieser Westfalenliga-Saison auch. Aber die Nachholpartie der Rot-Weißen beim 1. FC Nieheim (Anstoß: Sonntag, 14.30 Uhr) hat noch mal so ihre Besonderheiten.
12 seiner 16 Punkte hat der 1. FCN auf eigenem Platz geholt. Und das ist, laut den Infos von Borussia-Trainer Roland Westers, ein Kunstrasen der Kategorie „überschaubar gut“. Zudem sind die Kabinen „einige 100 Meter weit vom Platz entfernt“. Und auch die Anreise hat es in sich: „Wir werden, mit einer Pause, am Sonntag gut drei Stunden unterwegs sein“, erläutert der Borussia-Trainer.
Es gibt also Auswärtsspiele in der Westfalenliga, die deutlich mehr Spaß machen. Aber: „Wir müssen diese Bedingungen annehmen“, fordert Westers. Und verweist auf Beispiele, wo das scheinbar nicht so gut geklappt hat: So verloren GW Nottuln (0:4) und der SV Mesum (1:5) deutlich in Nieheim. Die Borussen sind also gewarnt.
Und dürfen sich auch nicht auf das Hinspiel berufen, das sie zuhause mit 4:1 deutlich gewannen. Seitdem hat sich Aufsteiger Nieheim gemacht. „Der Trainerwechsel hat der Mannschaft scheinbar gutgetan“, weiß Westers, dass er mit den Borussen am Sonntag auf ein Team auf Augenhöhe trifft, sind beide Mannschaften doch inzwischen punktgleich (je 16 Zähler). Nur das deutlich bessere Torverhältnis spricht für die Dettener, die auf Rang zwölf liegen.
Verzichten muss Westers am Sonntag auf seinen Defensiv-Allrounder Marius Klöpper(Bild), der ebenso privat verhindert ist wie Jonah Behrendt. Dennoch ist der Kader ordentlich bestückt und will – trotz der widrigen Umstände – auch nach dem Abpfiff noch vor Nieheim stehen.

