Borussinnen ziehen an einem Strang

20.07.2023

Fußball: Röber verlängert als Trainer des Landesliga-Teams 

Lokalsport Mittwoch, 19. Juli 2023 - 18:00 Uhr

von Heidrun Riese

Foto: Heidrun Riese

Landesliga- und Bezirksliga-Mannschaft der Borussia-Fußballerinnen starteten jetzt gemeinsam in die Vorbereitung. Mit dabei (v.l.): André Rittinghaus (Co-Trainer Zweite), Frank Weber (Trainer Zweite), die Neuzugänge Lea Rüskamp, Samira Gauchan, Marie-Sophie Prinz und Lea Moritz sowie Thomas Claßen (Co-Trainer Erste) und Birger Röber (Trainer Erste). 

Nur noch eine Spielklasse trennt die beiden Frauenfußball-Teams von Borussia Emsdetten, die 2023/2024 in der Landesliga 3 und der Bezirksliga 6 angreifen. In der vergangenen Saison haben sie schon enger zusammengearbeitet – und wollen nun weiter zusammenwachsen. 

 

Großer Ehrgeiz

 

In den ersten beiden Wochen der Vorbereitung, die am Dienstagabend im Walter-Steinkühler-Stadion gestartet ist, schwitzen beide Mannschaften gemeinsam – und möchten mit parallelen Trainingszeiten auch danach den kurzen Draht halten. „Wir verkörpern eine Abteilung“, betont Birger Röber, der nebenbei noch eine gute Nachricht hat. Nachdem er die Erste vor einer Saison nach dem Abstieg aus der Westfalenliga übernommen hat, hat Röber jetzt gleich für weitere zwei Jahre zugesagt. „Im zwischenmenschlichen Bereich passt es einfach“, findet der Trainer. „Zwischen die Mannschaft und mich passt kein Blatt Papier.“ 

 

 

Foto: Heidrun Riese

 

 

Entsprechend entspannt ist die Stimmung beim Trainingsauftakt, zu dem trotz Urlaubszeit fast alle Landesliga-Spielerinnen ihre Schuhe schnüren. Nach einem Aufwärmprogramm steht der Cooper-Test auf dem Programm – zwölf Minuten laufen, so weit die Füße tragen. „Den wollen wir am Ende der Vorbereitung noch mal machen und gucken, wie sich die Spielerinnen verbessert haben“, kündigt Röber an. Mit einem Spiel geht es zum Abschluss der ersten Einheit wieder entspannter zu. 

 

 

 

„Wir müssen wieder lernen, auch mal ein Spiel zu verlieren.“

Frank Weber, Trainer Borussia-Frauen II

 

 

 

Groß ist der Ehrgeiz, mit dem die Landesliga-Fußballerinnen das neue Spieljahr angehen. „Wir haben in der vergangenen Saison viel ausprobiert und uns wichtige Bausteine erarbeitet“, blickt Röber zurück. Herausgekommen sind Platz sechs in der Tabelle, der Titel bei der Hallenkreismeisterschaft und Platz drei in der Westfalen-Futsal-Meisterschaft. Außerdem schafften es die Borussia-Frauen im Kreispokal bis ins Finale, wo sie mit 0:4 gegen Germania Hauenhorst verloren. „Aber wir haben eine geile erste Halbzeit gespielt“, erinnert sich Röber. 

 

Technisch und taktisch steigern

 

2022/2023 haben die Landesliga-Frauen nicht auf die Tabelle geguckt, 2023/2024 ist der sportliche Ehrgeiz größer. „Wir wollen die Top-Teams nicht nur ärgern.“, betont der Trainer. „Wir gehen auf den Platz, um sie auch schlagen zu können.“ Konditionell, technisch und taktisch möchten sich die Borussinnen steigern. „Wir wollen besseren Fußball spielen“, fasst Röber zusammen, dem erneut Thomas Claßen als Co-Trainer zur Seite steht. 

 

Den zwei Abgängen (Marita Theele zu SW Esch und Meike Gehring zur DJK SV Mauritz) stehen mindestens drei Neuzugänge (Samira Gauchan von Arminia Ibbenbüren, Marie-Sophie Prinz von Concordia Albachten und Lea Rüskamp vom SV Meppen II) gegenüber. Außerdem kommen mit Vivien Konermann, Frieda Kortemann, Dana Wähning, Lea Moritz und Jule Albers fünf Eigengewächse aus der U17 hoch. Wer in der Ersten und wer in der Zweiten kickt, entscheidet sich während der Vorbereitung. 

 

Klassenerhalt als Ziel

 

Ebenfalls gut aufgestellt sieht Frank Weber, der mit André Rittinghaus (Sportfreunde Gellendorf) einen neuen Co-Trainer hat, die Bezirksliga-Mannschaft – trotz der Abgänge von Myriam Stamm, Nadine Kloppenborg und Jennifer Langenstroer (Karriereende). Dafür kehrt mit Ines Thiele nach ihrer Babypause eine ehemalige Bundesliga-Spielerin in den Kader zurück. Weber selbst ist ein Borussia-Urgestein, hat in 22 Jahren verschiedene Funktionen bekleidet und coacht die Zweite jetzt in der dritten Saison in Folge. 

 

Das sportliche Ziel versteht sich nach dem Aufstieg von selbst – der Klassenerhalt. „Wir sind ungeschlagen Meister geworden und haben schon das Zeug, uns von den Abstiegsplätzen fernzuhalten“, ist der Trainer überzeugt. „Aber wir müssen wieder lernen, auch mal ein Spiel zu verlieren.“

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