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Projekt A-Jugendfußball
13.05.2021 - 11:17 Uhr in Aktuelles Jugend
Junge Talente aus den Vereinigten Staaten von Amerika spielen nach der Pandemie für Borussia

Klaus Wilp: „ Das Feuer brennt noch!

EMSDETTEN. Am Teekotten wird es auch in der kommenden Saison multikulturellen Fußball geben: „Das Feuer ist derzeit klein, aber es brennt", sagt Borussias 2. Vorsitzender Klaus Wilp, der die Zusammenarbeit von Borussia, dem Sportwerk Ochtrup, dem FSV Ochtrup und den Talenten aus Amerika maßgeblich initiiert hat.

Durch die Corona-Pandemie wurde das Projekt mit Borussias A-Jugend jäh gestoppt. Nach und nach flogen die US-Amerikaner, die in Ochtrup lebten, aber für Borussia Emsdettens A-Jugend spielten, wieder nach Hause. Für die Verantwortlichen war das aber kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Im Gegenteil: Wir haben jetzt Erfahrungen gesammelt, beim nächsten Mal wird alles leichter so Klaus Wilp, der zum Beispiel überzeugt ist, dass, anders als im vergangenen Jahr, 2021 alle Spielberechtigungen pünktlich zum Saisonstart vorliegen werden. Einig sind sich die Borussen, der FSV Ochtrup und das Sportwerk, dass die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Talentschmiede fortgesetzt werden soll. Dabei soll Borussias A-Jugend weiterhin nicht nur 'mit US-Amerikanern bestückt werden. „Es wird weiterhin eine Mischung aus multikulturellen US-Boys und heimischen Spielern geben", so Klaus Wilp. Wobei die einheimischen Spieler aus dem gesamten Kreis kommen werden den, schließlich hatten die Rot-Weißen in der vergangenen Saison keine B-Jugend.
„Aber für talentierte Spieler aus der Region hat das Projekt natürlich eine gewisse Attraktivität und Anziehungskraft entwickelt. Die A-Jugend arbeitet zweisprachig, sie hat einen professionellen Trainer, das spricht sich natürlich herum" sagt Wilp. Der professionelle Trainer, der zuvor den Bundesliga Nachwuchs des VfL Bochum trainierte, heißt auch in der kommenden Saison Alexander Zerche. Unterstützt wird er weiterhin von Tile von Burchard. Die Verträge mit den beiden wurden jüngst verlängert.

Neu geschaffen wurde das Amt des Jugendkoordinators A-Jugend, das in Zukunft der ehemalige A-Jugendtrainer und langjährige Borussenspieler Reinhard Kloppenborg wahrnehmen wird. Er soll als Bindeglied zwischen dem Multikulti-Team und dem Verein wirken, ist erster Ansprechpartner für beide Seiten. Dass rechtzeitig vor Saisonbeginn wieder rund zehn US-Amerikaner nach Ochtrup und Emsdetten kommen werden ist ausgemachte Sache. Wer das sein wird ist noch nicht klar und wird von den amerikanischen Partnern entschieden. Es werden auf jeden Fall wieder Spieler sein, die den Sprung in den Profifußball schaffen wollen. Daher spielen auch in Emsdetten und nicht in Ochtrup, da Borussia als Landesligist sportlich attraktiver ist.

Für die kommende Saison ist damit (fast) alles geklärt, allerdings bleibt Klaus Wilp noch skeptisch: Kleine Restzweifel bleiben." Denn dieCorona-Pandemie hat schon im vergangenen Jahr unerwartet ein zweites Mal zugeschlagen. Was, wenn jetzt eine neue Variante eine vierte Welle verursacht", glaubt Wilp erst wieder an einen geordneten Spielbetrieb wenn das Virus endgültig bezwungen ist.

Borussia Emsdetten und seine deutschen und amerikanischen Partner stehen jedenfalls bereit. Sobald das Sportverbot aufgehoben oder gelockert wird, kann es wieder losgehen, kann das Projekt wieder Fahrt aufnehmen. Und dann darf gespannt beobachtet werden wer von den vielen Talenten tatsächlich den Sprung in den bezahlten Fußball schafft. Und das gilt nicht nur für die Amerikaner. Auch die Einheimischen, die in der A-Jugend spielen, können dann den Spionen aus den Bundesliga-Vereinen vorspielen.

Autor: Andreas Schulte

News mit der Quellenangabe: Text und Bild sind
mit freundlicher Genehmigung von der Emsdettener Volkszeitung
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